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Kalte Schatten

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1 Kalte Schatten am 5/15/2015, 23:35

Lordi


Admin
Kalte Schatten
 
 
Hatten Sie schon mal das Gefühl beobachtet zu werden, als Sie sich umdrehten war jedoch niemand weit und breit zusehen?
Nun ich habe dieses Gefühl sehr oft und mir läuft es dabei eiskalt den Rücken hinunter.
Mein Name ist Nick, ich bin 12 Jahre alt und gehe in die 6. Klasse der Barbel Grundschule.
Ich möchte Ihnen nun ein wenig aus meinem Leben und um die Ereignisse um mich herum berichten.
Einiges davon könnte Ihnen auch aus Ihrem Alltag bekannt vorkommen, denn wir können „Sie“ vielleicht nicht sehen, aber Spüren können wir „Sie“ allemal.
Wen ich mit „Sie“ meine?
Nun das erfahren Sie, wenn Sie meine Geschichte gehört haben.
 
Der Wecker klingelte und Nick versuchte ihn halb trunken vor Schlaf auszumachen, nach einigen Fehlschlägen gelang es ihm und er drehte sich in seinem Bett noch einmal um.
Nach einiger Zeit jedoch rief schon seine Mutter nach ihm: „Schatz, wo bleibst du denn, du hast doch heute Schule“ und er vernahm ihre Schritte die Treppe hoch in Richtung seines Zimmers.
Es klopfte, die Tür ging auf und seine Mutter streckte den Kopf hinein: „Heute ist Montag, nichts mit Ausschlafen Liebling“.
Mürrisch stand er auf, setzte sich auf sein Bett und überlegte, was das wieder für ein seltsamer Traum war, aber wie sooft konnte er sich nicht daran erinnern, als wären seine Gedanken daran gelöscht worden.
Immer noch Grübelnd zog er seinen Schlafanzug aus und machte sich für die Schule fertig.
„Ach ja die Schule, wie habe ich wieder Lust darauf“, dachte er sich und ging hinunter zum Frühstücken.
Seine Mutter hatte ihm schon einige Brote mit Nutella geschmiert und diese auf den Küchentisch gestellt.
Er setzte sich und biss in das erste Brot.
Dabei verschluckte er sich und griff schnell nach dem Glas Orangensaft, welches seine Mutter ihm hinhielt.
„Du musst langsamer Essen, es nimmt dir doch keiner was weg“, sagte sie zu ihm und klopfte ihm leicht auf den Rücken.
Nach einigem Husten beruhigte er sich wieder und sah auf die Uhr.
„Verflixt, es ist ja schon halb 8“, rief er und sprang auf, rannte die Treppe zu seinem Zimmer hoch und holte seine Schultasche.
Als er die Treppe wieder hinunter lief und zur Haustür raus wollte, räusperte seine Mutter: „Hast du nicht etwas vergessen?“.
Nick blieb abrupt stehen, drehte sich um, nahm sein Pausenessen und wollte wieder los rennen, doch seine Mutter hielt ihn wieder auf: „Bekomme ich keinen Kuss?“, fragte sie.
Nick sah sie verwundert an: „Mom, dafür bin ich doch schon zu alt“, sagte er und umarmte sie nur.
Er drehte sich um und ging hinaus, auf halber Strecke zur Schule, blieb er plötzlich stehen: „Da ist wieder dieses Gefühl“, dachte er sich und drehte sich hektisch um.
Doch wie zu erwarten, war niemand zu sehen, aber es lief ihm eiskalt den Rücken hinunter und er bekam eine Gänsehaut.
Langsam ging er weiter, darauf achtend, was um ihn herum passiert.
An der einen Ecke standen ein paar Leute vor einem Einkaufsladen, „Nein, dies ist nichts Besonderes“.
Die Schule kam in sein Blickfeld und er legte einen Zahn zu, dabei rannte er fast eine ältere Dame um, die versuchte ihren kleinen Liebling, einen kleinen Pudel zurückzuhalten, welcher bellend in eine Richtung schaute.
Hätte der Hund nicht plötzlich angefangen zu winseln, hätte Nick sich vermutlich nicht umgedreht und gesehen, das der Hund „Das Nichts“ anbellte.
Er spürte jedoch, da ist es wieder, eindeutig, irgendetwas steht dort drüben auf der anderen Straßenseite, beobachtete „Es“ ihn, war es Zufall?
Seine Gedanken überschlugen sich, doch so plötzlich, wie das Gefühl da war, so war es auch wieder verschwunden und auch der Hund beruhigte sich.
Noch völlig in Gedanken lief er um ein Haar an seiner Schule vorbei, er drehte sich um und ging hinein, pünktlich, denn es klingelte gerade.
In seiner Klasse angekommen, setzte er sich schweigend auf seinen Platz, einige Blicke folgten ihm, aber niemand sagte ein Wort.
„Hausaufgaben raus“, rief der Lehrer Herr Völler, der hinter Nick rein gekommen war.
Einige murmelten etwas und die, die noch herumstanden und sich unterhielten, setzten sich rasch auf ihre Plätze und kramten ihre eventuell gemachten Hausaufgaben heraus.
Nick kramte in seiner Tasche: „Verdammt, ich weiß dass ich sie gestern in die Tasche gepackt habe, wo stecken die denn nur“, murmelte er leise vor sich hin.
Herr Völler ging nun von Tisch zu Tisch um sich anzusehen, ob seine Schüler Hausaufgaben gemacht haben, bei einigen vergab er Noten mit einer Rundung am Ende, bei anderen verbesserte er sogleich etwas und bei wiederum anderen, schaute er kurz hin, nickte und ging weiter.
Nick fing nun immer hektischer an nach den Hausaufgaben zu suchen, er räumte seine ganze Schultasche aus, aber sie waren einfach nicht zu finden.
„Nun Nick, wo sind denn deine Hausaufgaben“, fragte Herr Völler ihn.
„Ich weiß, dass sie irgendwo hier sein müssen, hab sie am Wochenende gemacht gehabt. Ich bin mir ganz sicher, dass….“, antwortete Nick ihm, wurde jedoch von Ralf, einem seiner Mitschüler lautstark unterbrochen.
„Ich wette ein Geist hat sie wieder versteckt, oder ein Alien ist bei ihm im Zimmer gelandet und hat sie für völligen Unsinn gehalten und neutralisiert“.
Einige der Schüler kicherten leise, über diese Aussage.
Nick funkelten ihn mit wütenden Augen an und Herr Völler meinte darauf trocken zu Ralf: „Und bei dir hat es wohl ein wenig zu viel neutralisiert“.
Nun lachten die Schüler etwas lauter und Ralf lief rot an, erwiderte jedoch nichts darauf.
„Nick, Nick, Nick, was soll ich blos mit dir machen? Vergisst mal deine Hausaufgaben, dann mal deine Schulbücher und das eine mal sogar deine Schuhe, ein Wunder, dass du deinen Kopf morgens nicht vergisst“, sagte Herr Völler zu ihm.
Nick vergrub sich nun tief in seinen Stuhl und Herr Völler notierte etwas und ging weiter.
Währenddessen gluckste Ralf, Nick als was von wegen: „Wenn der den Kopf vergisst, macht das eh kein Unterschied. Der verrückte Nick ist dann der Kopflose Nick“, in seine Richtung.
Nick fing an daran zu denken, wie das begann: „Ja genau, das eine mal, als er alleine in der Umkleide war. Ich habe aus den Augenwinkeln etwas vorbei huschen sehen, zumindest dachte ich es, als ich jedoch genauer hinsah, war weit und breit nichts zu sehen. Dass ging einige male so und meist an der gleichen Stelle. Hätte ich den anderen doch nur nie etwas davon erzählt, nun halten die mich für einen Irren, der Geister sieht. Ach ja und dann war da ja noch die Sache mit den knarrenden Türen, welche alleine auf und zugingen.  Der Wind war das, sagten alle, aber seit wann kann der Wind geschlossene Türen öffnen? Nein, hier stimmt etwas nicht und nicht nur hier, ich glaube überall stimmt etwas nicht“, dachte er in seine Gedanken versunken.
Doch auf einmal wurde ihm eiskalt, als wäre im Klassenzimmer grade der Winter angebrochen.
Er setzte sich Kerzengerade auf seinen Stuhl, ein schaudern machte sich in ihm breit, er wusste: „Es ist hier“, dachte er keuchend.
Er blickte sich in der Klasse um, er suchte nach etwas, was anders war, etwas, was hier nicht sein sollte, jedoch fand er nichts ungewöhnliches, aber dies änderte nichts daran, dass er eine Gänsehaut bekam.
Plötzlich knallte etwas gegen die Fensterscheibe und alle im Raum blickten hinaus.
„Nur ein Vogel, meinte Herr Völler und setzte den Unterricht fort.
„Ein Vogel?“, dachte sich Nick, „War das eben wirklich ein Vogel, niemand hat etwas gesehen, warum war es dann also ein Vogel?
Er zitterte, nun wurde es noch kälter, doch so schnell es kälter wurde, wurde es wieder normal, als wäre etwas, an ihm vorbei, oder gar durch ihn hindurch gegangen.
„Ein Geist?“, fragte er sich.
„Ja, wo hab ich denn die Kreide hingelegt“, fragte sich Herr Völler.
„Ah dort, mhm ich war mir sicher sie eben noch bei der Tafel liegen gehabt zu haben, wo wir beim Thema wären, >liegen gehabt zu haben<, ist welche Zeitform? Nick, kennst du die Antwort?“
Völlig aus seinen Gedanken gerissen und noch neben der Spur, antwortete dieser: „Ein Geist?“
Daraufhin lachten die Schüler los und Herr Völler schüttelte entgeistert seinen Kopf und antwortete ihm: „Deine Antwort war ja mal sehr geistreich, aber nein, das ist falsch, pass bitte ein wenig mehr auf. Lisa, ja bitte?“
„Ach aufpassen, wozu? Ist doch eh egal, mach es ja doch nur falsch“, dachte Nick sich und seine Gedanken an das eben Geschehene kehrten allmählich zurück.
Es klingelte und seine ersten zwei Stunden waren endlich um.
Nick nahm sein Pausenbrot und ging zu seiner Bank im Schulhof, auf der er jede Pause saß.
Immer noch in Gedanken, bemerkte er nicht, wie sich drei Gestalten leise an ihn heranschlichen.
Auf einmal begann seine Bank zu beben und er wurde schließlich mitsamt der Bank umgeworfen.
Erschrocken blickte er sich um und musste feststellen, dass dies einen natürlichen Ursprung hatte, denn Ralf und zwei seiner anderen Mitschüler standen nahe bei ihm und lachten sich, ihm Blicke zuwerfend kaputt.
Er stand auf und gerade als er die Bank wieder aufstellen wollte, sah er es.
Ein Schatten, er stand ihm ganz nahe „Nein, das kann doch nicht sein“, dachte Nick sich und drehte sich um und der Schatten war verschwunden „Habe ich das nur geträumt?“
Nick schaut sich um, er hatte wieder dieses Schaudern, eiskalt kam es über ihn.
Gerade als er sich entschied lieber wieder rein zu gehen, sauste etwas über den Boden in Richtung Ralf, der immer noch herzhaft lachte.
„Was?“, dachte er sich und sah dem Ding hinterher.
Es wirbelte um Ralf herum, dieser schien es jedoch nicht zu bemerken „Bilde ich mir das nur ein?“, fragte er sich dauernd.
Plötzlich gab es einen Knall, gefolgt von weiteren.
Ralf sprang panisch hin und her und aus seiner Hosentasche funkte und qualmte es.
Wie angewurzelt stand Nick da und schaute sich das Spektakel an, es war irgendwie interessant.
Sämtliche Schüler in der Nähe von Ralf sahen ihn nun an und tuschelten leise, keiner machte Anstalten ihm eventuell zu helfen, nein im Gegenteil, einige filmten dies mit ihren Handys.
Da kam einer der Lehrer angelaufen, stellte sich vor Ralf und wies ihn zurecht.
„Warum hast du Sylvester Knaller in der Schule dabei? Ist dir nicht bewusst, dass diese hier verboten sind? Komm wir rufen mal bei dir zu Hause an“, sagte der Lehrer laut.
„Aber ich habe nicht…es ist einfach so…ich weiß nicht wie...“, stotterte dieser und wurde vom Lehrer mitgezogen.
Das schaudern welches Nick hatte, verschwand allmählich.
Es klingelte und nun wurde ihm erst bewusst, was passiert war.
„Hat es mir geholfen, oder war es Zufall?“ überlegte er, wärend er zurück in seinen Klassenraum ging.



Fortsetzung folgt...

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